About the artist

Französisch-schweizerische Aktionskünstlerin, Malerin und Bildhauerin, die mit ihren farbintensiven , üppigen Frauenfiguren, den sogenannten ‘Nanas’, weltberühmt wurde. 1930 in Neuilly sur Seine geboren , aufgewachsen in New York, später weltweit gereist und tätig, u.a. in der Schweiz, Frankreich, Israel, Italien und den USA . Ab 1962 setzte sie sich mit der Frauenrolle auseinander und die ersten Nana-Figuren entstanden, damals noch aus Draht und Stoff. Diese wurden erstmals 1964 in Paris gezeigt. Die anfänglich als überlebensgroße Polyesterfiguren gestalteten Nanas wurden später in jeglicher Form und Größe zum Symbol für weibliches Selbstbewusstsein und mentaler Kraft.
Über 25 Jahre hinweg pflegte Niki de Saint Phalle eine intensive Zusammenarbeit mit der Handwerkerfamilie Haligon, welche für sie rund 3000 Plastiken, darunter sowohl grossformatige für den Aussenbereich als auch kleinere Multiples in limitierten Auflagen umsetzte, zum Teil unter direkter Aufsicht der Künstlerin. Robert Haligon begegnete Niki de Saint Phalles Werk erstmals auf der Weltausstellung 1967 in Montreal, wo sie und Jean Tinguely ihr “Paradis fantastique” präsentierten. Die Familie Haligon hatte sich bereits zuvor bei Arbeiten von César, Jean Dubuffet und Joan Miró auf die neuartige Verwendung von laminiertem Polyesterharz eingelassen. Haligon und Niki de Saint Phalle erkannten die Vorteile, die das neue Material mit sich zu bringen versprach und begannen so 1971/72 eine äußerst fruchtbare Zusammenarbeit. Niki de Saint Phalle bildete die Tochter Marie Haligon sogar persönlich in der Bemalung ihrer Skulpturen aus. Um die Haltbarkeit der Farben auf ihren Skulpturen auch im Außenbereich zu verbessern, war sie gezwungen, glänzende Oberflächen zu verwenden. Mit der Zeit gefiel ihr dieser glänzende Effekt, und sie begann auch Spiegel und Mosaiksteine in ihre Kunstwerke zu integrieren.

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